Oberfränkischer Imkertag 2014 in Lichtenfels

Empfang im Rathaus

Bericht über den Bezirksimkertag

Honigqualität - Infos für jeden! Welche Antworten erwartet der Kunde auf seine Fragen?

Was verbindet der Verbraucher mit dem Wort Honigqualität, was verbindet der Imker damit und was fällt dem Juristen dazu ein?!

Bienen tragen in der Trachtzeit Nektar ein und erzeugen daraus Honig – eine altbekannte Tatsache. Was ist aber für die botanische Herkunft eines Honigs charakteristisch, was ist für den Kunden hinsichtlich Geruch, Geschmack und Farbe wichtig?

Zu diesen Fragen erhalten Sie über folgenden Link weitere Details (Honiginhaltsstoffe, Sortenhonig):

Was ist ein Sortenhonig (Quelle: LAVES, Niedersachsen)

Was will der Kunde wissen und garantiert haben, wenn er echten deutschen Honig kauft und sich schmecken lässt?

Die Qualität von Deutschem Honig ist in der Deutschen Honigverordnung geregelt, der Deutsche Imkerbund hat für die Nutzer des Logos des DIB höhere Werte als Norm gesetzt.

Hier der Link zur Deutschen Honigverordnung:

www.deutscherimkerbund.de/phpwcms_ftp/merkbl_dcm/Honigverordnung.pdf

Außerdem werden natürlich Rückstände aller möglichen unerwünschten Stoffe bewertet. Diese Untersuchungsergebnisse werden vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Rahmen der Lebensmittelsicherheit des Verbraucherschutzes wahrgenommen und veröffentlicht.

Hier der Link zum BVL.de: www.bvl.bund.de/DE/Home/homepage_node.html

Jeweils der Button Lebensmittel / Pflanzenschutzmittel führt Sie zu konkreten Ergebnissen! Weiterführende, gebündelte Ergebnisse liefert der Button (rechts oben) Presse / Infothek.

Weitere Inhaltsstoffe wie Spuren von gentechnisch veränderten Pollen werden untersucht und Ergebnisse dargestellt und bewertet:

www.transgen.de/aktuell/1738.doku.html

Die Universität Würzburg hält Genmais für Bienen unschädlich:

Der umstrittene Genmais hat keine negativen Auswirkungen auf Bienen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Würzburg und des von-Thünen-Instituts in Braunschweig. Zwei Jahre lang wurden die Insekten dafür unter die Lupe genommen.

Hier der entsprechende Link:.

www.br.de/nachrichten/unterfranken/genmais-bienen-unschaedlich-100.html

Vom BV der oberfränkischen Imker ist es uns wichtig, die vorhandenen Informationen sachlich und fachlich abgesichert und für jeden nachvollziehbar anzubieten.

Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung auf der Basis von Fakten!

Wintersperger, 1. Vors

Oberfränkischer Imkertag 2013 in Ebrach / Lkr. Bamberg

Im gutbesuchten Saal des Historikhotels Klosterbräu in Ebrach eröffnete der Bezirksvorsitzende Rüdiger Wintersperger den oberfränkischen Imkertag. Das wichtigste Anliegen, nämlich die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Verbandes und aller seiner Vereine stellte er vorne an. Sowohl in Bayern als auch in Oberfranken steigen die Zahlen der im Landesverband organisierten Imker wieder deutlich an. In diesem Zusammenhang richtet er auch den Dank an den Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der die Imkernachwuchsarbeit der Vereine finanziell unterstützt.
Das Programm mit drei Fachvorträgen war aufeinander abgestimmt, besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Vorträge und die parallel stattfindende Fachausstellung gut besucht waren.
Von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Thüringen aus Jena referierte Michael Conrad zum Thema „Durchwachsene Silphie“. Der Referent konnte über deutschlandweite Versuchsergebnisse mit dem Schwerpunkt in Thüringen berichten. Charakteristisch für die Pflanze ist der vierkantige Stängel und viele Korbblüten sowie das gute Ertragsniveau in Dezitonnen Trockenmasse pro Hektar. Beim Anbau hat die Pflanze das Problem der geringen Verdrängung im ersten Anbaujahr, so dass mechanische oder chemische Pflegemaßnahmen unabdingbar sind. Getestet wurden verschiedene Herkünfte mit dem Ziel, sowohl Trockenmasseerträge als auch Methanausbeuten (bei Verwendung als Biogassubstrat) zum Silomaisanbau zu vergleichen. Vor allem eine russische Herkunft wird züchterisch weiterverfolgt. Zum Erntezeitpunkt führt er aus, dass der Zeitraum in den ersten beiden Septemberwochen aus Sicht des Ertrags zu favorisieren sind. Spätere Erntezeitpunkte haben den Nachteil des deutlich absinkenden Trockenmasse und Methanertrags pro Hektar. Aus imkerlicher Sicht besteht hier ein nicht zu erfüllender Wunsch nach längerer Blühdauer. Vielfältige Informationen zu Saatzeitpunkt, Pflanzung oder Ansaat, Nährstoffbedarf, Pflanzenschutz, Erosionsschutz, also den Anbauempfehlungen schlossen sich an.
In Deutschland werden aktuell rund 300 Hektar angebaut, in Bayern bauen zehn Betriebe rund 15 Hektar an. Aus imkerlicher Sicht können Teilflächen oder Randstreifen mit dieser Pflanze den Maisanbau ergänzen. Deutschlandweit erreicht die durchwachsene Silphie etwa 69 % des Ertragsniveaus von Silomais.
In seinem Fazit stellt Michael Conrad heraus, das dieses Ergebnis aus landwirtschaftlicher Sicht noch nicht befriedigend ist, ebenso die Problematik des niedrigen Trockenmassegehalts von nur 25 Prozent zur gleichzeitigen Einsilierung mit Silomais als Gemisch (Erntezeitpunkt Silphie = Erntezeitpunkt Silomais) zwingt. Allerdings wir die Silphie von Wildschweinen verschmäht. Die Erfahrungen der Anbauer sind durchwegs positiv, aber weitere Forschungs- und Zuchtarbeit ist nach seinen Aussagen nötig, vor allem vor dem Hintergrund des Ertragsniveaus.
Heinrich Faatz aus Erlau, praktizierender Landwirt und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands erläuterte Möglichkeiten und Chancen, wenn man miteinander Ziele verfolgt. An den Anfang seiner Ausführungen stellt er ein gemeinsames Zitat von Peter Maske, Präsident des DIB und Walter Heidl, Präsident des BBV: „Landwirte und Imker sind wichtige Partner und aufeinander angewiesen“.
Am Beispiel der Frucht Raps verwies er auf die Ergebnisse von Stefan Mandl, Universität  Wien zur Ertragssteigerung bei Bienenbeflug im Raps. Für den Regierungsbezirk Oberfranken erläuterte er die Anbausituation und deren Veränderungen im Laufe der Jahre. Oberfranken sei gekennzeichnet durch landschaftliche und landwirtschaftliche Vielfalt. An vielen Beispielen konnte der Referent dies belegen. Das Miteinander bzw. das Verständnis für den jeweilig anderen beleuchtete er mit Bildern aus der Region mit der Maßgabe und dem Wunsch sowie der Notwendigkeit der Zusammenarbeit zum Wohle beider.
Nach der Mittagspause begrüßte Rüdiger Wintersperger die Ehrengäste. Bürgermeister Max-Dieter Schneider freute sich in seinem Grusswort, dass der Imkertag in Ebrach stattfindet und wünscht den Imkern weiterhin Freude am Hobby und der Veranstaltung einen guten Verlauf.
Gudrun Brendel-Fischer als Schirmherrin und Bezirksvorsitzende der oberfränkischen Obst- und Gartenbauer betonte, dass Sie gerne Ansprechpartner im ländlichen Raum für alle Bürger und Bürgerinnen sei. Das gemeinsame Zusammenarbeiten in der Natur sei den Imkern und Gartenbauern gegeben und äußere sich in der Übernahme von Verantwortung für die Natur. Für heuer plane Sie eine Pflanzaktion in Oberfranken in Kindergärten und Schulen mit der vorgestellten Pflanze „Durchwachsene Silphie“.
DIB-Präsident Peter Maske erläuterte die vielfältigen Aktivitäten des DIB und freute sich insbesondere über die Aufmerksamkeit, die der Honigbiene von der Gesellschaft zuteil werde.
Die Schirmherrin, der DIB-Präsident, der oberfränkische Zuchtobmann und der Bezirksvorsitzende freuten sich, dass verdiente Imker an diesem Tag geehrt und ausgezeichnet werden konnten.
Mit der silbernen Verdienstnadel wurde Ulrich Zeck, IV Giech bedacht. Vom IV Bamberg wurde Karl Heinz Übelacker mit der goldenen Verdienstnadel, jeweils vom LVBI ausgezeichnet. Wolfgang Zwillich erhielt die Ehrenurkunde des DIB. Hartmut Steinhaus wurde mit der goldenen Züchternadel für sein 20-jähriges Wirken als Belegstellenleiter ausgezeichnet.
Der Vortrag von Dr. Stefan Berg vom Fachzentrum für Bienen in Veitshöchheim baute auf die beiden Vormittagsreferate auf. Insbesondere auf die Pollenernährung wies er hin. Der überwiegende Anteil des Pollens wird für die Aufzucht der Brut benötigt.
Für die Aufzucht einer einzelnen Arbeiterin sind durchschnittlich 145 mg Pollen erforderlich, d.h. 10 Pollenhöschen werden benötigt, um eine Biene aufzuziehen. Insbesondere Pollenmangel und dessen Auswirkungen konnte er mit Versuchsberichten untermauern. Die Versuche und Analysen von Mischpollen im Vergleich zu Maispollen und synthetischer Pollenernährung zeigten den positiven Effekt und die Bedeutung in der Ernährung während der Aufzucht von Mischpollen auf.
Zusammenhänge in der Überwinterungsrate von Bienenvölkern und der Qualität der Behandlung leitete er vom Deutschen Bienenmonitoring ab. Er riet allen Zuhörern zum Bekämpfungskonzept: Biotechnik plus Sommerbehandlung plus Winterbehandlung. Das Konzept sei in der Broschüre „Varroa unter Kontrolle“ der Deutschen Bieneninstitute nachzulesen. (Anmerkung: diese Broschüre ist im Internet als Download beim LVBI zu finden). Zusätzlich sei das noch relativ neu installierte System „Varroawetter“ ein hilfreicher Indikator, denn dort seien Behandlungsmethoden verknüpft mit landwirtschaftlichen Wetterstationen und dem prognostizierten Behandlungserfolg abzulesen! Neben der Sommerbehandlung sei vor allem die Reinvasion zu beachten. Wie dem zu begegnen sei, beschrieb der Referent ausführlich, nämlich nur regionsweise miteinander!
An alle Vorträge schloss sich eine inhaltlich breit gefächerte Diskussion an.
Rüdiger Wintersperger bedankte sich bei den Referenten, den Gästen und vor allem bei der Helferschar, die die Veranstaltung in dieser Art ermöglichen. Dabei erwähnte er den Kreisvorsitzenden Bernd Schiller und den Vereinsvorsitzenden Walter Hanslok mit all Ihren Helfern.  Zum nächsten  Oberfränkischen Imkertag 2014 lud er in den Landkreis Lichtenfels ein.
 
Rüdiger Wintersperger
1. Vors. BV. Imker Ofr.

vlnr: Rüdiger Wintersperger, Karl-Heinz Übelacker, Ulrich Zeck, Bernd Schiller, Wolfgang Zwillich, Alfred Ott, Hartmut Steinhaus, Peter Maske
Ein gut besuchter Imkertag in Ebrach
Dr. Stefan Berg während seines Vortrages
vlnr: Peter Maske, Walter Hanslok, Rüdiger Wintersperger, Gudrun Brendel-Fischer, Bernd Schiller, Dr. Stefan Berg

OMV-Schulung in Bamberg

Am 23. März veranstaltete der Bezirksverband Imker Oberfranken zum zweiten Mal eine Schulung zur Online-Mitgliederverwaltung, kurz OMV genannt. Der Veranstaltungsort war wiederum der Schulungsraum des Bürgernetzvereins Bamberg e.V. Hier standen 10 Online-Arbeitsplätze bereit, um die Schulung in Echtzeit und unter realen Bedingungen durchzuführen.
Herr Norbert Hauer, der sich für die OMV im Landesverband Bayerischer Imker e.V. hierfür verantwortlich zeigt, konnte 17 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Ober- und Mittelfranken begrüßen. Nach einer theoretischen Einführung, die lebendig und interessant an die Schulungsteilnehmer herangebracht wurde, durften die Anwesenden sich bei einem kleinen Imbiss mit belegten Brötchen und Erfrischungsgetränken kurz entspannen. Danach ging es an die PCs zur praktischen Demonstration. Es wurden alle Möglichkeiten der OMV gezeigt, und man konnte parallel die vorgeführten Schritte innerhalb seines Imkervereins anwenden. So hatte jeder die Möglichkeit Neumitglieder anzulegen, Mitglieder zu verwalten, Völkerzahlen und Adressen zu aktualisieren, Rechnungen zu erstellen, Etiketten und Serienbriefe anzufertigen, Statistiken auszuwerten, die Daten an den Landesverband zu übermitteln, und Etiketten des D.I.B. online zu bestellen.
Als Resümee bleibt zu sagen, der Dozent hat es mit Bravour geschafft, ein umfangreiches und vielschichtiges Thema an alle Anwesenden verständlich und aufschlussreich zu vermitteln. Für die Anwender gilt die alte Weisheit: „Übung macht den Meister“.